Neue Studie: Handelsszenarien Nordrhein-Westfalen 2030 kostenlos erhältlich

Titelbild der Studie „Handelsszenarien Nordrhein-Westfalen 2030„, siehe https://www.wirtschaft.nrw/sites/default/files/asset/document/mwide_handelsszenarien_nrw_2030_web_0.pdf

Das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH Köln) hat im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) des Landes Nordrhein-Westfalen auf Basis umfangreicher Datenanalysen und Expertengespräche realistische Szenarien zur zukünftigen Entwicklung des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen entwickelt. 

In einer vom MWIDE herausgegebenen Publikation, die kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann, werden die Herausforderungen beschrieben und Empfehlungen gegeben.

Zusammenfassend wird die Situation wie folgt beschrieben: Vor dem Hintergrund der Handelsszenarien ist es offenkundig, dass Händlerinnen und Händler in Nordrhein-Westfalen auf unterschiedlichen Ebenen aktiv sein müssen. Für die Zukunftssicherung der Handelsbetriebe wird dabei dem Themenfeld „Kundenverständnis, Kundenbeziehung und Kundenbindung“ eine überragende Be- deutung zukommen. So wird es zukünftig beispielsweise um noch viel mehr gehen, als etwa um Onlinepräsenz und -services.

Dies ist aber nur eine Basisanforderung. Die Studie sieht im Einsatz von KI Methoden als notwendig an.

Künstliche Intelligenz und Data Science

Die Autoren schreiben: Vielmehr wird es darauf ankommen, Daten online und offline zu generieren und im Sinne einer konsequenten Kundenzentrierung unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz usw. zu nutzen, um Kunden personalisiert und situationsbezogen über die verschiedensten analogen und digitalen Touchpoints bestmöglich zu aktivieren, zu bedienen und zu binden. Im stationären und Multi-Channel-Handel gilt es dabei auch die Frage zu beantworten, wie Daten, Künstliche Intelligenz usw. zur Optimierung der stationären Kernleistungen genutzt werden können (z. B. Optimierung der Beratungsleistung, des Sortiments, der Ladengestaltung oder der Preisgestaltung), um diese (wieder oder endlich) so auszugestalten, dass sie echte Mehrwerte für Kunden (im Vergleich zum reinen Onlinehandel) bieten.

DSGVO

Bei dem Einsatz dieser Verfahren sollte die Rolle des Datenschutzes berücksichtigt werden: Die Auswertung der Daten dient einem besseren und individuelleren Kundenverständnis, um das Potenzial von Zusatzverkäufen, etwa durch zielgruppengerechte Kommunikationsmaßnahmen, besser ausschöpfen zu können. Es ist darauf zu achten, dass bei der Sammlung, Speicherung und Verwendung personenbezogener Daten die maßgebenden rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. In besonderer Weise gilt dies hinsichtlich der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

Die Studie kann unter https://www.wirtschaft.nrw/sites/default/files/asset/document/mwide_handelsszenarien_nrw_2030_web_0.pdf heruntergeladen werden.